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Ist Poker ein Glücksspiel oder doch was anderes?

von Jan / 13. Februar 2017

Die Frage, ob Poker als ein Glücksspiel oder als ein Geschicklichkeitsspiel anzusehen ist, gehört zu den meist diskutierten in der Spielwelt. Die Antwort ist – beides.

Die Entstehungsgeschichte von Poker ist reich an unterschiedlichsten Mythen und Sagen, die das Spiel jeweils einem anderen Volk zuschreiben. In Europa sind Spiele, die Poker ähnlich waren, schon seit dem Mittelalter bekannt. In den Pyrenäen und Apenninen nannte man das ursprüngliche Spiel „primero“, in Frankreich – „la prime“. Im 17.-18. Jh. verbreitet sich Poker weiter, die Spielregeln werden immer den gegenwärtigen ähnlicher – jeder Spieler bekommt nun nicht 3 sondern bis zu 5 Karten, man beginnt zu bluffen. Erste Pokerclubs erscheinen erst im 19. Jh., was dazu beiträgt, dass Poker in die Massen kommt und immer mehr gespielt wird. Beim Poker-Spielen kann man auch heute wahnsinnige Gewinne bekommen, wenn man z.B. Lord of the Ocean kostenlos spielen ohne Anmeldung. Dazu ist natürlich gewisses Glück erforderlich. Andererseits lässt aber eine bestimmte Strategie beim Poker den Spielausgang beeinflussen – mehr als bei allen anderen Glücksspielen.

Ein Spiel von Glück

Alle Arten von Poker verlangen von dem Spieler, sein Geld in Form von Blinds (Mindesteinsätzen) oder Antes (Pflichteinsätzen) einzusetzen, noch bevor die Karten ausgeteilt werden. Da das Geld im Spiel noch vor dem richtigen Beginn der Hand ist, und im Voraus kann man ja seine Fähigkeiten nicht anwenden, so wird das Geld eigentlich verspielt. Natürlich kann man an dieser Stelle einwenden, dass Sie Ihr Geld durch ein festes Spiel zurückgewinnen, egal welche Karten Ihnen erteilt werden. Jedoch niemand kann jede einzelne Hand gewinnen – das ist schlicht unmöglich. Wenn der andere Spieler die „Nuts“ zugeteilt bekommt, zwingen Sie ihn mit keiner Strategie zum Folden. Umso mehr gibt es Spieler, die sich einfach weigern auszusteigen, egal wie schlecht ihre Karten sind. Vielleicht halten solche aggressive Gegner nicht lange aus, aber wer kann schon mit Sicherheit sagen, dass sie am Spielsende keine Gewinnkarte bekommen? Es gibt zu viele beteiligte Faktoren, um bestimmt sagen zu können, dass Poker kein Glücksspiel ist.

Ein Spiel von Geschick

Andererseits schreibt man Bücher, dreht Filme und erstellt unzählige Beiträge im Internet über verschiedene Poker-Strategien. Eine richtige Strategie demnach ist mehr als nur die Gewinnchancen für jede Hand ausrechnen zu können. Dazu gehören bestimmte Fähigkeiten, die man unbedingt trainieren muss – z.B. wie man seine Gegner liest und richtig beurteilt. Denn der erste Schritt auf Ihrem Weg zum Erfolg beim Poker liegt darin, die Handlungen Ihres Gegners vorauszusehen. Dafür benutzt man jede Hand als eine Lernmöglichkeit – man beobachtet seine Gegner ganz genau und versucht, bestimmte verräterische Zeichen zu merken – sog. Tells. Seien Sie aggressiv. Wenn Sie über den anderen Spieler Schlüsse gezogen haben, müssen Sie danach aktiv handeln. Benutzen Sie Ihre Schlüsse, um die Stärke von den gegnerischen Karten abzuschätzen und im richtigen Moment anzugreifen. Man sollte aber beim Spielen nie vergessen, dass abgesehen von allen ausgeklügelten Strategien Poker doch ein Spiel bleibt, in dem viel vom reinen Glück abhängt.

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Jan

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